Update vom 1.4. abends:
Überraschung: Dieses Mal eigentlich kein Aprilscherz – bis auf die Marketing-Idee-Strategie als Schlussfolgerung ist (leider) alles wahr.Und dass Duisburg als Ort für Filme in düsteren Landschaften sogar für Hollywood interessant ist, mag man daran sehen, dass hier sogar der Blockbuster rund um dieVorgeschichte der Tribute von Panem gedreht werden.
Tatsächlich das Gute für uns am Landfermann ist: Die alten Gebäude werden aktuell abgerissen, um zu sanieren und neu zu bauen – und natürlich werden demnächst alle Access-Pointe und Switches und das schnelle Glasfasernetz angeschlossen und eingerichtet…
Das war der Text zum 1.April:
Die Smart City Duisburg hat ihre Probleme erkannt. Und die neue Marketing-Idee ist: Smart City hin oder her, Duisburg kann wunderbar Standort von Filmen des 20.Jahrhunderts sein … und wird deswegen z.B. zum Schauplatz der ZDF-Serie Chabos, die an einer fiktiven Schule in Duisburg spielt …
Tatsächlich ist natürlich nicht nur die Stadt, sondern auch das Landfermann gemeint, deswegen wird bei uns auch die typische Kulisse des zwanzigsten Jahrhunderts – Abbruch, Autobahn, Graffiti etc. … -wiederhergestellt:
Die WAZ berichtet über die Serie sehr wohlwollend… deswegen hat Duisburg noch mehr gemacht:
1. Duisburg passt sich an
Nachdem alle Versuche gescheitert sind, Duisburg tatsächlich digitaler und smarter zu machen, hat man sich nun eingerichtet als Stadt, in der man Serien des letzten Jahrtausends drehen kann, in der es noch alte Schimmi-Citroens und echte Telefonzellen (Foto aus Hochfeld) gibt (Hoffentlich weiß die Jugend heute noch, was damit jeweils gemeint ist..) Und die ZDF-Serie Chabos spielt eben an einer fiktiven Willy-Brandt-Gesamtschule in Duisburg, natürlich tatsächlich unsere Schule, an der ja schon früher Filme gedreht wurden…
Es wird alles dafür getan, dass das Ambiente auch drumherum glaubwürdig herüberkommt: Dazu gehören Logos auf der neu angelegten und teuer bezahlten Smart City Seite, die endlich wieder Dieselautos, Bagger, Messuhren, Lineale, Füller und Bleistifte betonen …
Dazu gehören sicher große Teile unserer Schule samt dem Karzer … und sogar die so genannte Dezernentenebene im Rathaus (Fotos unten links vom 26.3.2026) – mit funktionierendem Tastentelefon in einer weiteren Telefonzelle, Aktenwagen, Papiershredderer und Papier-Postfächern: Ja, hier kann man wirklich Fernsehserien der Siebzigerjahre des letzten Jahrtausends drehen:
2. Auswirkungen für die Schule
Das Logo für die digitale Smart City Duisburg sieht so aus: Zahnrad, Feder, Lineal(Rechenschieber ?) und Bleistift, und Breitband wir durch einen alten USB-Anschluss symbolisiert; wahrlich,
hier soll niemand digital arbeiten… die Access-Points in unserem Schulleiterbüro sind abgenommen, das Schulgebäude wird abgerissen, die
Zusammenarbeit mit Giga-Netz wird beendet…
Duisburg glaubt an die analoge Zukunft, Duisburg schafft alle Voraussetzungen für analoges Arbeiten – u.a. freuen wir uns sehr, dass wir in der vorletzten Woche 18 neue Overheadprojektoren bekommen haben!
3. – und sonst?
Am Mercator-Gymnasium wurde sogar die digitale Telefonanlage ganz ausgeschaltet, damit keine digitalen Kontakte entstehen. Vielleicht wird am jüngsten Gymnasium der Innenstadt ja demnächst eine Serie gedreht, die in einer Zeit sogar ohne Telefone spielt … sozusagen Feuerzangenbowle 2.0?
Ja, so geht es zurück in die Zukunft – “früher war doch alles besser“,
so sagen es Lehrkräfte, selbst der Roboter (der ja eigentlich wenig mit KI und Schule zu tun hat) der Smart City Duisburg arbeitet in Duisburg vor grünen Tafeln….
Es kann aber auch ein Hinweis darauf sein, dass es immer weniger Lehrkräfte für Duisburg gibt, weil das Gebäude aller Ausbildungsseminare in Duisburg gekündigt wurde und neue noch nicht da sind – und wir demnächst vor den grünen Tafeln Roboter als Lehrkräfte brauchen. Oder wie die Smart City schreibt:
Darauf wäre sicher niemand gekommen. Mit dieser Sensibilisierung der Bildung werden die Partner der Smart City den Bildungsstandort Duisburg für Jung und Alt bestimmt attraktiv machen. Es ist eine neue Strategie der Stadt – ganz im Sinne unserer demnächst 470-jährigen Tradition…
1.April 2026


