Unsere Schule heute und morgen
ist eine Schule im Wandel, mit Zukunft und Vergangenheit. Seit 1559, das sind 2027 468 Jahre, steht die Europaschule Landfermann-Gymnasium als älteste Schule Duisburgs für humanistische Bildung. Aus dieser Tradition heraus gilt es die Gegenwart und Zukunft zu gestalten.
Unsere Europaschule versteht sich als lernende Gemeinschaft: das Miteinander beruht auf Angstfreiheit, Weltoffenheit, Vielfalt, Respekt und Toleranz, bei den Lern- und Bildungszielen steht die individuelle Förderung und das Streben nach sozialem Selbst- und Weltverständnis im Vordergrund, der Unterricht öffnet sich für Handlungs- und Projektorientierung und bezieht mehr und mehr digitale Medien ein.
Anlässlich des Jubiläums im Juni 2024 gab es interessante Artikel und Filme zur Geschichte des Landfermann und zu diesem Tag, die hier verlinkt sind.
Mit den Schulkonferenzbeschlüssen von Oktober 2018 und Juli 2019 sind wir wieder eine G9-Schule, aber eine mit vielen individuellen Wegen der Begabungsförderung, um gegebenenfalls auch schneller, motiviert und gut gefördert die Schule erfolgreich zu durchlaufen.
Alle aktuellen Ziele beschreiben eine Entwicklung, an der wir heute bereits auf vielen Wegen arbeiten; wir beschreiben unsere Schulentwicklung im nächsten Absatz zusammenhängend.
In die Zukunft blickend:
Die Europaschule Landfermann-Gymnasium am Duisburger Hauptbahnhof steht seit 1559 für eine humanistische Tradition; unser Leitbildsatz ist: „Aus Tradition die Zukunft gestalten.“
Diese Zukunft bedeutet für uns die Orientierung an einer ganzheitlichen Unterstützung der individuellen – möglichst selbst gestalteten -Persönlichkeitsentwicklung. In diesem Sinne lautet die neu interpretierte humanistische Leitidee für alle Schüler*innen: „Werde die Person, die du bist.“
Zunächst einige Rahmendaten zu unserer Schule: Unsere Schule liegt in der Duisburger Innenstadt, 300 m vom Hbf … hat aber auch Bäume auf dem Pausenhof und in der Umgebung und wird in den Jahren 2027 – 2029 zum Teil grundlegend saniert, zum Teil sogar neu gebaut.
Wir werden im Sommer 2029 drei Gebäude haben, die wir möglichst weitgehen in Lernlandschaften und Klassen- und Stufen-bezogenen Clustern strukturieren werden. Diese Architektur wird zur weiteren Schul- und Lernentwicklung sicher sehr beitragen.
Darauf freuen wir uns:
Die Bauphase bedeutet für die ganze Schulgemeinschaft in den Jahren 2027 – 2029 eine erhebliche Belastung, da unsere Schule dann an drei weit auseinanderliegenden Standorten ist, was u.a. erhebliche organisatorische Planungen und Einschränkungen bedeutet. Dafür erwartet uns danach hoffentlich ein Campus, in dem die Architektur unsere pädagogischen Ideen sehr unterstützt – mit Lernlandschaften und Cluster-Architektur.
Traditionell sind wir eine Sprachenschule, die in jedem Jahrgang auch zwei bis drei bilinguale Klassen umfasst. Bei uns wird neben Französisch und Latein sehr viel Spanisch bereits ab Klasse 7 gewählt; Japanisch und zukünftig Niederländisch können ab Klasse 9 im WP2-Bereich gewählt werden. Im Rahmen der Oberstufenkooperation der Duisburger Innenstadtschulen bemühen wir uns, in jedem Jahr einen Kooperationsleistungskurs in einer der beiden romanischen Sprachen anzubieten.
Die digitale Ausstattung umfasst in den aktuell genutzten Gebäudeteilen seit diesem Schuljahr in allen Räumen Beamer, Apple-TV und WLAN/Internet – und wird von unserem Schulverwaltungsassistenten gepflegt. Wir starten bereits in der Klasse 6 mit Informatik – und bieten auch immer Informatik-Leistungskurse an.
Unser Schulteam wird zudem unterstützt von unserer FSJ-lerin, unserem Talentscout und einer vom eigenen Förderverein betriebenen eng eingebundenen Übermittagbetreuung, in der ausgebildete Schüler*innen und Student*innen angeleitet von Lehrkräften rund 80 Kinder viermal wöchentlich betreut. Diese Betreuung umfasst in Kooperation mit dem Chancenwerk – und unterstützt von eigenen Schüler*innen- auch Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe. unser Bemühen, Ganztagsgymnasium zu werden, wurde seinerzeit von der Stadt Duisburg abgelehnt. Wir arbeiten daran, eine intensive Sprachförderung im Laufe des Schuljahres zusätzlich in die Übermittagbetreuung zu integrieren.
Was ist besonders bei uns?
Wir haben uns schon lange leitbildbezogen auf drei Schulschwerpunkte festgelegt, die wir immer weiter entwickeln – und die sich sogar auf das alte humanistische Prinzip Werde die Person, die du bist beziehen.
Wir wollen möglichst wenig Schüler*innen verlieren, deswegen geht es uns um Persönlichkeitsentwicklung und Persönlichkeitsbegleitung. Wir arbeiten möglichst transparent, wir haben eine offene Streitkultur und wir beteiligen alle Gruppen der Schulgemeinschaft.
Unsere Leitidee wird pädagogisch in den folgenden drei Schulschwerpunkten umgesetzt:
- Angstfreie Schule als Basis aller Persönlichkeitsentwicklung
- Individuelle Bildungskarrieren, selbstbestimmtes Lernen SBL
- Begleitung der Persönlichkeitsentwicklung
Angstfreie Schule als Basis aller Persönlichkeitsentwicklung
Wir glauben, dass Bildung nur möglich ist, wo keine Angst ist. Daher wollen wir als Schulgemeinschaft alles dafür tun, Angst zu verhindern, ein angstfreies selbstbestimmtes Lernen zu ermöglichen und eine Freundlichkeit und Vertrauen ausstrahlende Schule zu sein.
Dazu gehören unser Respekt- und Antimobbing-Konzept, dazu gehört unser Schutzkonzept, dazu gehört die Möglichkeit, in Notfällen auf die Mitglieder unserer erweiterten Schulleitung direkt zugreifen zu können – und die Ermunterung dazu, dies zu tun – und dazu gehören auch Lerncoaching und Vertrauen.
Wir legen Wert darauf, dass alle diese Konzepte auf einem Respekt-Konzept basieren, das an das an die R-A –D-Idee (Respekt, Achtsam und aufmerksam miteinander umgehen, respektvoll und konsequent Grenzen setzen („Disziplin“)) ausgerichtete Duisburger Schulkonzept „Duisburg schlägt keiner“ angeknüpft ist.
Mit dem von uns mitinitiierten Netzwerk „NOMO-NoMobbing“ sind wir der Überzeugung, dass gerade der Schutz vor und der Kampf gegen Mobbing von besonderer Wichtigkeit für schulisches Wohlfühlen sind. Dazu gehört auch, dass jede*r Schüler*in das „Recht“ hat, bei selbst eingeschätztem Bedarf direkt ein Mitglied der Schulleitung anzusprechen, die sich dafür dann auch sofort bzw. so zeitnah wie möglich Zeit zur Besprechung nimmt. Für dieses Anti-Mobbing-Konzept hat usn die Schulministerin, Frau Feller, 2026 als NoMobbing-Schule ausgezeichnet.
Seit einigen Jahren gibt es im Rahmen dieses Konzepts bei uns eine Toilettenservicekraft; aktuell arbeiten wir mit unseren Schüler*innen an Ideen, die Schülertoiletten durch die Schüler*innen selbst sicher und „schön“ zu gestalten.
Als Schule der Vielfalt und Schule mit Courage (Seit 2020) – SoR-SmC -haben wir den Anspruch, auch einzelne Äußerungen und Beleidigungen konsequent zu ahnden.
Das soziale Lernen, die Mitbestimmung der Schüler*innen, eine demokratische Entwicklung fördern wir in den Stufen 5 bis 8 durch so genannte Landfermann-Stunden in denen – angelehnt an Lions-Quest und mit fachlichen und sozialen Curriculum-Elementen – im Klassenrat soziales Lernen entwickelt und die Mitbestimmung eingeübt wird.
Individuelle Bildungskarrieren, selbstbestimmtes Lernen SBL
Mit der immer weiteren Entwicklung von Bildung und Schule in einer digitalen Welt wandeln sich die Aufgabe von Schule und Lehrkräften. Unsere Schule hat die alte humanistische Idee „Werde die Person, die du bist“ im Sinne unseres Leitbilds als Organisation individueller Bildungskarrieren – und damit der Begleitung individueller Persönlichkeitsentwicklung – in den Mittelpunkt schulischen Handelns gesetzt.
Unsere Schüler*innen starten in der 5.Klasse mit Neigungskursen, in denen es nicht um Noten, sondern um Talent und Engagement geht; dafür gibt es Rückmeldung und Würdigung. Kinder und Eltern nehmen so bereits früh wahr, was die Kernideen unserer Schule sind: Ein möglichst selbstbestimmtes Lernen und die Persönlichkeitsentwicklung im Sinne des Leitbildmottos „Werde die Person, die du bist“.
Dazu gehören als Basis eine angstfreie Schule, Respekt und Vielfalt und der Einsatz für eine demokratische Gesellschaft – und ganz besonders ein Growth Mindset, eine Haltung, die stets auf die Ressourcen der Schüler*innen guckt und ihnen hilft, sich im beschriebenen Sinne selbstwirksam zu entwickeln. Gerade diese Haltung, die Potentiale in Schüler*innen sieht und nicht an Defiziten sondern an Ressourcen und Selbstwirksamkeit ausgerichtet ist – und die die Möglichkeiten digitaler Angebote für das Lernen in verschiedenen Formen von Unterricht und Lernen nutzt, wird Schule und Bildung verändern.
Konkret arbeiten wir seit dem Schuljahr 2025-2026 in verschiedenen Jahrgangsstufenteams an Modellen selbstbestimmten Lernens SBL, u.a. in Deutsch, Mathematik und KR/ER/IRU/PP. In diesem Schuljahr setzen wir diese Modelle in Jahrgangstufen. Wir schließen dazu Zielvereinbarungen mit der Bezirksregierung und arbeiten an Evaluierungen; gerne würden wir dabei mit Universitäten kooperieren, da wir an die Überzeugungskraft evidenzbasierten Arbeitens glauben – für Lehrer*innen, Schüler*innen und Eltern ebenso wie die Verwaltung in Kommune und Land. Leider ist es uns noch nicht gelungen, bei Universitäten Interesse an einer datengestützten Begleitung zu ecken.
Im Einzelnen erproben wir zum Beispiel:
Die Aufgabe des Unterrichts in Klassen zugunsten z.B. einer Konstellation die im Mathematikunterricht der Stufe 10 nur noch zwei bis drei „Instruktionen“(= Unterricht“) auf Basiskompetenzstufen oder projektorientierten Formen vorsieht – und Schüler*innen den Anwahlfreiraum lässt für diese Instruktionen oder für selbstbestimmtes Lernen alleine oder in Gruppen, mit KI oder mit Lernvideos oder auch mit dem Buch – dabei begleitet, motiviert – „gecoacht“ – von den Lehrkräften.
Zentraler Aspekt in allen SBL-Projekten sind dabei immer wieder die Leistungsüberprüfungsformate, die die herkömmlichen Klassenarbeiten weitgehend ersetzen, und deren Sonderregelungen u.a. durch Zielvereinbarungen mit der Bezirksregierung abzusichern sind.
Die Lehrkräfte kümmern sich im Projekt 10 M um die Absicherung des Lernfortschritts, z.B. durch so genannte Geschafft-Nachweise an der Stelle von Klassenarbeiten, die in kleinen Gruppen dann gemacht werden, wenn die Schüler*innen meinen, dass sie die Kompetenzen erreicht abheben. Geplant sind auch Geschafft-Nachweise auf verschiedenen Niveaustufen. Die Mathematiklehrkräfte gehen dabei davon aus, dass, wenn es gelingt mehr bzw. allen Schüler*innen zu helfen, die Basiskompetenzen zu erreichen, dann die Motivation und die Kraft, dann auch höhere Kompetenzstufen anzugehen, wachsen wird. Ein Evaluationskriterium für dieses Team ist deshalb auch eine Verbesserung der Ergebnisse der ZP 10.
Es gibt aber auch viele kleinere fachübergreifende Modelle in einzelnen Klassen oder Jahrgangsstufenteams.
Erste Evaluationen des vergangenen Schuljahres haben vor allem bei Schüler*innen eine erhebliche Motivationsverbesserung als Ergebnis.
Schwerpunkte dieses selbstbestimmten Lernens sind:
- Die Bereitschaft und die Aufforderung an die Lehrkräfte, etwas auszuprobieren, sich zu trauen, alleine oder in Teams neue Wege zu suchen – und die Bereitschaft, dies zu tun
- Die Stärkung der Selbstverantwortung der Lernenden (Selbstwirksamkeit).
- Beziehungsarbeit, konstruktives Feedback und (Selbst-)Reflexion gewinnen an Bedeutung.
- Partizipation (Mitgestaltung des Lernprozesses) der Schüler*innen zulassen und einfordern,
- unterschiedliche, individuelle Lernwege bewusst ermöglichen und wertschätzen,
- mehr Gestaltungsfreiheit im Unterricht nutzen und möglich machen,
- hybrides Lernen erproben,
- Projektarbeit und forschendes Lernen spielen eine zentrale Rolle. Deeper Learning als stärkere Perspektive
- Individualität sowie Kooperation und Kollaboration im Blick behalten (Persönlichkeitsentwicklung).
- Lernen braucht (individuell) Zeit, flexiblen Raum und Vertrauen.
- Gemeinsames Arbeiten an und mit den Möglichkeiten und Risiken der KI und des Umgangs in der digitalen Welt
- Kollegiale Absprachen – mehr, verbindlicher, begleitet
- Ausprobieren und ermöglichen von Neuerungen kann nur im Team erfolgen.
- Ressourcen schaffen für Kolleg*innen: Anrechnungsstunden; Vertretungsentlastung u.a.
Begleitung der Persönlichkeitsentwicklung
Wenn Inhalte immer individueller, auch digitaler, aber vor allem selbstbestimmter vermittelt werden (können), wenn diese individuelle Ausrichtung von Bildung an Selbstwirksamkeit immer besser gelingt, dann ist es unsere Aufgabe, die Persönlichkeitsbildung – verknüpft mit der Studien- und Berufsorientierung (als Lebensorientierung) und der Demokratieerziehung –als neuen und eigenen Gestaltungsbereich für alle Schüler*innen ganzheitlich und umfassend ins Auge zu fassen.
Ein verpflichtendes Schülerfeedback einmal im Jahr – anonym und zu besprechen – gehört bereits seit langen Jahren zu unserem Schulkonzept.
Bisher bereits gilt:
An unsere Schule gibt es zudem bereits seit Jahren regelmäßige Klassenleitungs-Tutorengespräche (Coachinggespräche) zur Persönlichkeitsbegleitung und Studien– und Berufsorientierung, aktuell in den Stufen 5 und 6 mindestens zweimal im Jahr an festen Tagen –in allen anderen Stufen viermal im Jahr. Dies sollen keine schul- oder zeugnisnoten-ausgerichteten Gespräche sein, sondern Gespräche, die helfen, unserer Leitbildidee „Werde die Person, die du bist“. näherzukommen. Wir bilden dazu immer mehr Lehrkräfte in einer Basisausbildung (3 Tage) in ressourcenorientierter Gesprächsführung aus.
Wichtig war und ist uns Zu einer Kultur des Integrierens und Behaltens von Kindern; sowohl nach der Erprobungsstufe, als auch im Verlauf der Schullaufbahn bis zur 10 und darüber hinaus.
Seit 2022 erproben wir in der Kooperation mit einer Hauptschule und Berufskollegs ein Integrationsmodell, in dem erfolgreiche Schüler*innen in der Erstförderung ein Jahr einsparen können. Zudem integrieren wir an unserem Gymnasiums viele Kinder aus den Vorbereitungsklassen direkt.
Ein besonderer Schwerpunkt als Multiplikatorenschule im KMK-Netzwerk LemaS – Leistung macht Schule – ist die Begabungs– und Hochbegabungsförderung. Dazu praktizieren wir seit Jahren Drehtürmodelle, wir arbeiten mit der Universität Duisburg-Essen UDE im Bereich Frühstudium und Talentscouting zusammen und wir haben Herausforderungs-Projekte im MINT Bereich und im Bereich Themenpräsentationen – MINTies und Fördern-Fordern – etabliert.
Dazu können Schüler*innen begleitet Schuljahre überspringen oder 3 satt 2 Fremdsprachen lernen – und wir haben den Anspruch, wann immer möglich, individuelle Bildungskarrieren IBK zu ermöglichen und zu begleiten.
Neu ist, dass wir jetzt alle Schüler*innen motivieren und selbstbestimmt „verpflichten“ wollen, im Rahmen freiwilliger Vereinbarungen im Sinne unseres Modells neben den bereits etablierten Tutoren-Gesprächen in vier Bereichen in den Jahrgangsstufen 7 bis 10 ihre Persönlichkeitsentwicklung außerunterrichtlich zu unterstützen.
Begleitet von den Gesprächen mit der Klassenleitung und in Absprache mit den Sorgeberechtigten sollen sich die Schüler*innen in den Stufen 7 bis 10 (= 8 Halbjahre) in den vier Bereichen „Mind, „Body“, „Soul“ und „Spirit“ – ergänzt um Halbjahre, in denen keiner dieser Bereiche aktiviert wird – engagieren. Dazu führen wir aktuell Gespräche mit der Freiwilligenzentrale, Wohlfahrtsverbänden, der Stadt und anderen Kooperationspartnern, u.a. aus dem Bereich Sport.
Worum geht es dabei?
- Im Bereich Body geht es um Physische Vitalität, Sport, Bewegung und bewusste Körpererfahrung und Ernährung sowie Achtsamkeit, emotionale Stabilität und den bewussten Umgang mit Stressfaktoren als Basis für mentale Balance und für die Selbstwahrnehmung der Möglichkeiten , in diesem Bereich seine selbst gewählten Ziele durcj Aktivitäten in diesem Bereich zu unterstützen.
- Im Bereich Mind geht es um kognitive fachliche Herausforderungen. Die Schüler*in soll ein halbes oder ein ganzes Schuljahr an einer im Gespräch selbst bestimmten fachlichen (oder auch nicht fachlichen) Schwäche arbeiten, mit einem konkreten Ziel, z.B. in Mathematik von einer 5 auf eine 4 zu kommen – und er soll sich auch selbstbestimmt ein halb- oder ganzjährliges Ziel für einen Stärkenbereich erreichen, z.B. eine Laufstrecke in einer außergewöhnlichen Zeit zu schaffen oder die dritte Runde in einem schweren fachlichen Wettbewerb zu erreichen.
- Im Bereich Soul geht es darum, für sich selbst zu entdecken, welche Chancen der Persönlichkeitsstärkung in den Bereichen Theater, Kunst, Musik, Kultur stecken, indem man sich hier eine besondere Challenge stellt.
- Und im Bereich Spirit geht es um ein gemeinnütziges oder politisches Engagement – für mindestens ein halbes Schuljahr. Dies stärkt das Auftreten und fördert das Engagement für unsere soziale Demokratie, es ist sozusagen angewandte Demokratieerziehung.
Andere Schulhalbjahre können bewusst gewählt frei von Verpflichtungen bleiben. In allen Bereichen suchen wir dafür neben eigenen schulischen Angeboten Kooperationspartner, die uns unterstützen. Aktionen können von Schüler*innen der Oberstufe unterstützt werden.
Unsere Lehrkräfte vereinbaren die Ziele in den Coaching-Gesprächen und besprechen die zu setzenden Meilensteine – und natürlich, wie man am Ende des Zeitraumes mit dem Erreichten umgeht.
Alle neuen Entwicklungen beinhalten natürlich vielfältige Herausforderungen, an denen wir arbeiten.
Etabliert ist bereits seit Jahren eine Kultur hoher Transparenz und Beteiligung:
In Lehrerkonferenzen gibt es eine erste und zweite Lesung für weitreichende Beschlüsse oder Konzepte. Jedes Schulentwicklungsprojekt durchläuft zudem – soweit sinnvoll – drei Phasen: eine Phase des Austestens und der Freiwilligkeit, eine exemplarische Phase mit Evaluation – und erst danach die Phase der Verbindlichkeit und Dauerhaftigkeit, wie sie im entsprechenden Beschluss festgelegt ist. Alle Konzepte sind stets weitestgehend auf der Homepage publiziert – auch Konzepte im Entwurfszustand, auch mit benannten Problemen oder im Entwurfszustand.
Neben Gesprächen mit dem Lehrerrat gibt es regelmäßige Gespräche alle zwei Wochen mit der SV und dem Schulpflegschaftsvorstand , auch über Probleme und Schwierigkeiten.
In den Planungsgruppen zu Bau und zentraler Planung werden alle schulischen Gruppen offen einbezogen, die Schulentwicklungsgruppe tagt öffentlich, die Schulleitung hat wöchentliche youcanbookme – Termine
Und wir arbeiten in und mit einer durchaus offenen Streitkultur.
Gelingensunterstützend argumentieren wir mit dem Schulkompass 2023 des Schulministeriums, mit den gemeinsamen Erfahrungen und Konzepten in unseren Netzwerken, insbesondere LemaS und Zukunftsschulen NRW. Die Evaluation all unser Unterrichtsprojekte braucht aber noch mehr wissenschaftliche Partner; überzeugend sind neue Unterrichtsentwicklungen eben dann, wenn die wissenschaftliche Evidenz den Erfolg bestätigt – und sich zudem Ergebnisse zum Beispiel in zentralen Prüfungen konkret verbessern – und möglichst viele (alle!) Schüler*innen sich erfolgreich entwickeln: Zu der Person, die sie sein wollen bzw. sind.





