GePolEk zu Besuch auf Zeche Nachtigall

Fachexkursion des GepolEk-Kurses 9 zur Zeche Nachtigall am 6.9.2022

Am 6.September 2022 hat der Kurs Geschichte, Politik, Erdkunde der 9. Jahrgangsstufe eine Fachexkursion zur Zeche Nachtigall im Ruhrtal in Witten-Bommern unternommen. In dieser Gegend hatte der Steinkohlenbergbau im Ruhrgebiet vor mehr als 200 Jahren begonnen. Eine Führung durch den Stollen hat die damaligen Arbeitsbedingungen sehr anschaulich vor Augen geführt. Selbst die kleineren aus dem Kurs mussten an manchen Stellen aufpassen, dass sie nicht mit dem Helm an einen Deckenbalken stiessen. Besonders beeindruckend war es im Kohlen-Flöz Geitling, wo die Bergleute bei sehr schwachem Licht ihrer Lampe die Kohle mit Hammer und Schlägel herausschlagen mussten – und das, indem sie auf dem Boden lagen, direkt über ihrem Körper das Gestein, das durch dicke Holzbalken abgestützt wurde. Nach dem coolen, weil an diesem heissen Sommertag wirklich kühlen, Gang durch den Stollen ging es zu den Ausstellungsstücken des Museums. Die Zeche Nachtigall war auch eine der ersten, die einen Schacht in die Tiefe gegraben hat, wovon heute nur noch ein Loch mit Grundmauern zu sehen ist. Anfangs mussten die Bergleute dort bis in mehrere hundert Meter Tiefe über Leitern zu ihrem Arbeitsort klettern. Eine riesige Dampfmaschine und ein – nachgebautes – flaches Kohlenschiff waren auf dem Museumsgelände zu besichtigen. Ein schöner Fussweg durch den Wald verlief an mehreren Stollen-Mundlöchern vorbei, das sind die Ein- bzw. Ausgänge weiterer Stollenzechen, bis zu einem kleinen Pingen-Feld. Pingen waren die allererste Form des Kohlenabbaus: Dort, wo die Kohle an die Erdoberfläche kam, hat man sie so lange weggegraben, bis das Grabloch, die Pinge, sich so sehr mit Grundwasser füllte, dass man nicht weiter graben konnte. Die Schülerinnen und Schüler mussten sich den normal abfallenden Hang ausmalen, um zu erkennen, dass da früher eine Kerbe hinein gegraben worden war. Denn heute war das schon deshalb schwer zu erkennen, weil reichlich Sträucher dort gewachsen sind. Entspannung gab es in der Burgruine Hardenstein an der Ruhr. Begleitet wurde die Exkursion vom Studienreferendar Schulten und dem Kurslehrer Norpoth.

Albert Leo Norpoth

 

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