Ausflug der Geschichtskurse ins Filmforum

Den Dokumentarfilm „Die guten Feinde – Mein Vater, die Rote Kapelle und ich“  schauten sich die Geschichtskurse der Q1 und einzelne Schüler aus der Stufe 9 am Mittwoch, den 16. Januar 2019, im Filmforum am Dellplatz an.

Zusammenfassung des Films:

Der Film „Die guten Feinde – Mein Vater, die Rote Kapelle und ich“ handelt von der Roten Kapelle. Die Rote Kapelle war eine Widerstandsbewegung, welche zur Zeit des Nationalsozialismus versuchte gegen die Nazis anzukämpfen. Der Regisseur Christian Weisenborn, der der Sohn eines Mitgliedes der Roten Kapelle ist, gab dem Film durch private Aufzeichnungen und Dokumente eine persönliche Note. Der Film zeigt Einblicke in das Leben einiger Mitglieder und skizziert so einen Teil der Geschichte der Widerstandsgruppe. Der Filmemacher erzählt vom Leben seines Vaters und beschreibt die Geschichten der wichtigen Mitglieder der Roten Kapelle (wie z.B. Haro Schulze-Boysen) und die die meisten von ihnen hingerichtet wurden.

Es handelt sich um einen Dokumentarfilm mit biographischen Einflüssen. Es werden Dokumente aus der damaligen Zeit (wie zum Beispiel Filmaufnahmen, Fotos usw.) zusammen mit Interviews und Aufnahmen aus der heutigen Zeit verwendet. Diese Aufnahmen wurden mit deutschen Volksliedern der 30er/40er-Jahre unterlegt, die den Mitgliedern der Roten Kappe etwas bedeutet haben.

Rezension:

Der Film „Die guten Feinde – Mein Vater, die Rote Kapelle und ich“ hinterließ bei uns einen positiven, jedoch auch erschreckenden Eindruck. Es hat uns gefallen einen sehr persönlichen Einblick in das Leben eines Widerstandskämpfers der Nationalsozialisten zu bekommen. Dadurch wurden uns gleichzeitig die politische Situation und die Lebenswirklichkeit der Menschen während der Nationalsozialistischen Herrschaft nähergebracht. Die Dokumentation ist unserer Meinung nach besonders deswegen so gelungen, weil die Mischung aus persönlichen Informationen und Christians Weisenborns Hintergrundwissen dem Film etwas Besonderes verleiht. Mit vielen selbstgedrehten Szenen und zeitgenössischen Aufnahmen und Bildern wurde die Geschichte der Roten Kapelle gut dargestellt. Der einzige Kritikpunkt, den wir sehen ist, dass viel darüber gesagt wurde, was die Rote Kapelle tat, die Inhalte (beispielsweise ihrer Flugblätter) jedoch nicht so genau beleuchtet wurden. Dennoch empfehlen wir diesen Film anderen Schulklassen weiter.

Nach Ende der Vorführung bot sich uns Schüler*innen und den begleitenden Lehrern die Möglichkeit dem Regisseur des Films, der ebenfalls der Sohn des Widerstandskämpfers Günther Weisenborn ist, sowohl persönliche als auch inhaltliche Fragen zu stellen.

Zu Anfang fragte uns der Regisseur Christian Weisenborn, ob wir die Thematik des Films für noch immer relevant hielten. Diese Frage bejahten wir, da wir finden, dass das Thema immer noch aktuell und auf die Gegenwart anzuwenden ist. Wir denken, dass Aufklärung noch immer von hoher Wichtigkeit ist, damit diese Tragödie nicht in Vergessenheit gerät. Anschließend wurden von uns Schülerinnen und Schülern noch Fragen zur Intention des Regisseurs gestellt und es kam die Frage auf, ob er selbst ebenfalls so gehandelt hätte wie sein Vater. Darauf erwiderte er, dass jeder sich diese Frage stellen sollte, weil wir genauso Menschen seien wie die damaligen Widerstandskämpfer des 20. Jahrhunderts.

Nachdem alle Fragen beantwortet wurden, gingen wir zurück zur Schule.

Bericht des Q1-Geschichtskurses von Frau Heinrich

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