Reisetagebuch Chengdu 2018

Reisetagebuch vom Besuch in China 2018

Im September 2017 waren einige Jungen und Mädchen der Kooperationsschule aus Chengdu zu Gast bei uns in Duisburg und besuchten anschließend für drei Tage Berlin.ZumGegenaustausch fuhren wir vom 9. September bis zum 20. September 2018 mit insgesamt 11 Schülerinnen und Schülern sowie Herrn Granzeuer und Herrn Martini als Begleitlehrern zur Experimental Foreign Languages School in Chengdu. Anschließend besichtigten wir noch Peking. Es war eine großartige Reise. Lesen Sie in unserem Reisetagebuch, was wir im Reich der Mitte erlebt haben.

Montag, 10.09.2018:Der Flug von Düsseldorf nach Chengdu dauerte etwa zehn Stunden. Nachdem wir gelandet sind, wurden wir kontrolliert und unsere Gesichter sowie Fingerabdrücke wurden in die chinesische Datenbank eingescannt. Nach der Kontrolle sind wir circa eine halbe Stunde mit einem Bus zur Schule gefahren. Als wir dort angekommen sind, haben wir in einem Café gewartet, bis die Willkommenszeremonie anfing. Vor der Zeremonie, lernten wir unsere Austauschschüler kennen. Dann wurde uns das Schulgelände gezeigt und gegen sechs Uhr abends wurden wir von unseren Gastfamilien abgeholt. Leonard Louven

Dienstag, 11.09.2018: Am Morgen um 7:50 Uhr haben wir die Deutsch-Klassen unserer Austauschschüler besucht. Wir haben zwei chinesische Musikinstrumente kennengelernt und hatten die Möglichkeit, von den chinesischen SchülerInnen, einige Schriftzeichen, z.B. unseren Namen, zu lernen. Dann wurden wir zum Kunstunterricht abgeholt. Dort haben wir Pandabären mit besonderen Pinseln und Farbe gemalt. Danach wurde uns erklärt, was das Drachenboot-Fest ist und welche Spezialitäten es zum Essen gibt. Zum Schluss bemalten wir Masken aus der chinesischen Oper. Nachdem wir in der Schulkantine zu Mittag gegessen haben, fuhren wir in den bekannten Pandabären-Park, in dem es viele verschiedene Arten von Pandas gibt; junge und ausgewachsene, rot-braune und schwarz-weiße, kleine und große. Bevor wir abends zu unseren Gastfamilien gingen, machten wir noch Halt im Pandabär-Museum. Simon Meier-Kortweg

Mittwoch, 12.09.2018: Heute sind wir zum Berg „Qincheng Shan“ gefahren. Um acht Uhr ging es, von der Schule aus, anderthalb Stunden mit dem Bus zum Fuß des Berges. Von dort hat uns dann ein anderer Bus, der ein wenig an ein Golfkart erinnert hat, bis zu einem Startpunkt gefahren. Dann sind wir los gewandert. Die Natur um uns herum war wirklich sehr schön und wir haben immer wieder an alten Tempeln gehalten und gaaaannz viele Gruppenfotos oder auch Gruppenpis 🙂 gemacht. Die Aussicht war immer toll. Der Nebel hat den Berg eingehüllt aber man sah trotzdem noch, wie schön der Wald war. Wir haben uns viel miteinander unterhalten und Wetten abgeschlossen, wer sich als erstes auf den rutschigen Stufen hinlegt. Bis wir dann fast ganz oben waren, waren drei Stunden vergangen. Wir sind auf diesem Berg ungefähr 200 Stockwerke hochgelaufen. Das war dann schon recht anstrengend. Der Ausblick und die Wanderung an sich haben allerdings dafür entschädigt. Wir hatten viel Spaß und konnten viele neue Erfahrungen sammeln. Ich denke aber, dass heute Nacht jeder sehr, sehr gut schlafen wird, um morgen ausgeruht den großen Buddha in Leshan zu besichtigen. Als wir von unseren Gastfamilien an der Schule wieder abgeholt wurden, sind ein paar von uns zusammen „Hot Pot“ essen gegangen. In diesem „Pot“ befindet sich eine Art Soße. Diese wird erhitzt. Wenn sie warm genug ist, werden allerlei Gemüse, Fleisch aber auch Früchte hineingegeben und gekocht. Erst ungewohnt und manches davon auch sehr scharf, letztendlich aber lecker. Dann haben wir mit unseren Austauschschülern ein Spiel gespielt, welches sie vorgeschlagen hatten. Man nimmt einen Gegenstand, dann dreht sich jemand mit dem Rücken zum Rest. Die anderen versuchen den Gegenstand, eine Flasche war das bei uns, so schnell wie möglich herumzureichen, denn wenn sich dieser Jemand wieder umdreht, muss der, der die Falsche in der Hand hält, etwas singen, tanzen, einen Witz erzählen oder versuchen auf der anderen Sprache ein Wort zu erklären. Ich glaube, dass das sowohl für die Chinesen als auch für uns eine eher lustige Erfahrung war. Von „I believe I can fly“, bis zu „Streichholzschächtelchen“ war dann alles dabei. Wir haben den Tag sehr genossen und freuen uns schon auf morgen! Anna Butz

Donnerstag ,13.09.2018: Wir trafen uns heute um 8 Uhr am Tor der Schule, wie jeden Tag. Dort angekommen trafen wir unsere, sowie die chinesischen Lehrer/innen. Während der anderthalbstündigen Fahrt zum Buddha, legten wir eine Pause ein. Dort schauten wir uns die Teefelder an. Diese waren riesig und schön. Nachdem wir in der anderen Stadt angekommen waren, gingen wir auch schon auf das Schiff, um die 71 Meter hohe Buddhastatue, vom Wasser aus, zu betrachten. Nach ungefähr 20 „Gruppen-Pis“ * (= Gruppenbilder) auf dem Schiff, sind wir wieder an Land gefahren und gingen zu Fuß weiter. Nach 30 Minuten Drängeln durch die Menschenmenge, konnten wir den Buddha sehen. Er war gigantisch und sein Gesicht war angemalt. Um zum Fuß des Buddhas zu kommen, mussten wir jedoch mindestens eine Stunde anstehen. Es war ein Kampf !!! Wir schossen mit fremden Menschen Bilder! Wir mussten uns anstarren lassen! Und wir mussten versuchen zu hindern, dass die Menschen sich vordrängeln! XD. Aber alle waren sehr nett und es hat uns doch Spaß gemacht. Nach den Gruppen-Pis am Boden, durften wir 80 Meter Treppen steigen.Yey !! Es war ja nicht so, dass wir in den letzten Tagen ganze Berge bestiegen haben und unsere Füße wehtaten (sie tun immer noch weh XD). Nach dem Besteigen der Treppen, haben wir einen Blick auf die Uhr riskiert und JA wir waren zu spät. Fazit des Tages: Wir kamen nass geschwitzt und zu spät, aber mit schönen Gruppenbildern an. (:

* Das Wort „Gruppen-Pi“, was soviel wie „Gruppenbild“ bedeutet, ist, durch ein sehr lustiges Erlebnis während der Reise, zu einem Insider unserer Gruppe geworden. 😉 Almos Titusz Adam

Freitag, 14.09.:2018:Heute waren wir zuerst mit unseren Austauschschülern in ihrem Unterricht. Nach drei Stunden Unterricht, jeweils 45 Minuten, hatten alle deutschen Austauschschüler Unterricht im „Schattenboxen“, bei einem Kung Fu-Meister. Dieser unterrichtete uns eine Stunde lang. Danach aßen wir gemeinsam in der Mensa zu Mittag. Als alle fertig waren, hatten wir eine Stunde Freizeit, bis wir ein Museum namens „International Intangible Cultural Heritage Center“ besuchten, welches über die Regionen und die kulturellen Besonderheiten aus China ging. Außerdem wurden wichtige Personen der chinesischen Geschichte vorgestellt und besondere Volksrituale. Dazu die traditionellen Instrumente und Tänze. Danach durften wir uns in einem Park in der Nähe aufhalten, bis es um 18:00Uhr zum Essen mit den chinesischen Austauschschülern ging, welches die Schule organisiert hatte. Den restlichen Abend hat jeder in seiner Gastfamilie verbracht. Zusammengefasst war es ein gelungener Tag, der mir sehr gefallen hat. Carlo Feykes

Samstag, 15.09.2018: Den letzten Tag in Chengdu verbrachten wir zusammen mit unseren Gastfamilien. Meine Gastfamilie fuhr mit mir morgens in die Innenstadt, wo wir in einem typisch chinesischen Lokal frühstückten. Anschließend besuchten wir eine Gedenkstätte in Chengdu, die an die „Zeit der drei Königreiche“ erinnerte. Danach schauten wir uns die Gewürz- und Weinstraße an und kauften ein paar Souvenirs. Nachmittags besichtigten wir die Innenstadt von Chengdu mit ihren vielen Läden (und überfüllten Straßen). Dort trafen wir die anderen Austauschschüler zu einem gemeinsamen Abschiedsabendessen, bevor es an das Packen der Koffer ging, um am nächsten Morgen nach Peking zu fliegen. Alexander Hees

Sonntag, 16.09.2018:Heute morgen sind wir etwa zweieinhalb Stunden von Chengdu aus nach Peking geflogen. Als wir ankamen, wurden wir von einer lieben und unterhaltsamen Reiseführerin namens Lily abgeholt. Mit einem großen Bus, der uns auch noch die nächsten Tage begleitete, fuhren wir zum bekannten Himmelstempel, der aus der Ming-Dynastie stammt. Jedes Jahr besuchte der chinesische Kaiser den Tempel, um während einer religiösen Zeremonie den Himmel um eine gute Ernte für sein gewaltiges Kaiserreich zu bitten. Gegen 18 Uhr suchten wir ein Restaurant auf und aßen dort zu Abend. Jedes gemeinsame Essen mit der Gruppe ist wirklich lustig und amüsant!:) Weil, denke ich, jeder am Ende des Tages ziemlich müde war, passte es, uns in Richtung Hotel zu begeben. Das Hotel stellte sich als sehr schön und gemütlich heraus. Wir erkundigten noch ein wenig die nahegelegenen Straßen und Shopping Malls, bis wir glücklich in unsere Betten fielen.

Montag, 17.09.2018:Im Anschluss an unsere Ankunft im Hotel Jianguo standen wir zu früher Stunde auf; denn dieser Tag sollte ein besonders langer und anstrengender werden: So fuhren wir um 8 Uhr nach einem luxuriösen Frühstück im Hotel mit unserem persönlichen Reisebus los, und erreichten unser erstes Ziel des Tages, die Ming-Gräber, nach anderthalb Stunden. Diese Gräber stammen – nomen est omen – aus der Ming-Dynastie, die in etwa von 1368 bis 1644 n. Chr. Währte, und beinhalten die sterblichen Überreste von 13 Kaisern jener Dynastie. Jedoch liegen all die einzelnen Ruhestätten am Fuße des Berges Tianshou über eine Fläche von 80 Quadratkilometern verteilt, weswegen wir nur eines von ihnen tatsächlich besichtigen konnten. Zusätzlich konnten wir auf dem Weg der Seelen, auch bekannt als Allee der Tiere, laufen, auf dem diverse Statuen von Tieren, Fabelwesen und kaiserlichen Beamten stehen. Daraufhin stiegen wir wieder in unseren, zur Freude aller, klimatisierten Bus und fuhren weitere zwei Stunden zum im Okzident wohl bekanntesten Bauwerk der chinesischen Kultur – der chinesischen Mauer. Da die Sonne nun aber langsam schon ihren Zenit erreicht hatte und wir allesamt hungrig waren, legten wir zunächst eine Essenspause ein, die sich, wie es nun einmal in China üblich ist, letztendlich als ein kleines Festmahl herausstellte. Dann endlich erklommen wir jene Mauer, die im Laufe mehrerer Jahrhunderte um des Schutzes vor den Mongolen willen errichtet worden war, und genossen die Aussicht. Nach zwei Stunden freien Herumlaufens aber, verließen wir diesen Ort auch schon wieder und kehrten weitere zwei Stunden später in ein Restaurant in der Innenstadt ein, das uns erneut enorme Mengen verschiedenster, für manche vortrefflicher, für andere hingegen eher abstoßender, Gerichte vorlegte. Schließlich jedoch kamen wir wohlbehalten wieder in unserem Hotel an, wobei einige von uns wieder die umliegenden Shopping-Malls aufsuchten. Benedikt Löscher

Dienstag, 18.09.2018: Mit dem Bus und unserer Reiseleiterin fuhren wir morgens, nach dem Frühstück, zu der verbotenen Stadt und zu dem „Tian’anmen- Platz“ ( auch Platz des himmlischen Friedens genannt ) im Zentrum von Peking. Von der „Verbotenen Stadt“ spricht man, da keiner außer dem Kaiser aus eigener Machtvollkommenheit Zutritt besaß. Mit Haupt- und Nebenfrauen, Konkubinen, Kindern und Eunuchen lebten hier bis zu 3.000 Personen.Auf einem über 250 Hektar großen Gelände wurde diese riesige Schlossanlage mit 9.999 Zimmern zwischen 1406 und 1420 errichtet. Nachmittags besuchten wir einige alte Gassen und machten außerdem eine Fahrt mit einer Rikscha, einem zweirädrigen Wagen, der von einem Menschen mit einem Fahrrad gezogen wird. Gegen Abend ging es dann zu einem chinesischen Lokal und anschließend zum Hotel. Unsere Reise neigt sich leider langsam dem Ende… Aber umso mehr freue ich mich, auf den morgigen Tag!

Mittwoch, 19.09.2018: Am Mittwoch, den 19. September, sind wir zum Sommerpalast gefahren. Den Morgen über, konnten wir selbst entscheiden, was wir machen wollten, allerdings mussten bis 11:45 Uhr alle Koffer gepackt und das Hotelzimmer verlassen sein. Einige gingen in die Mall um dort die letzten Geschenke zu besorgen und andere nutzten die Zeit zum Schlafen. Um 12 Uhr sind wir dann eine Stunde mit dem Bus zum Sommerpalast gefahren. Vor Ort haben wir uns dann die verschieden Bereiche des Palastes angeguckt , den Bereich in dem wichtige politische Entscheidungen getroffen wurden , die Schlafgemächer und auch den Garten. Wir machten zwischendurch immer kleine Stops , während denen wir selbst entscheiden konnten, wie wir uns beschäftigen und was wir uns anschauen wollen. Um ca.16 Uhr sind wir mit einem Boot über den See, an dem der Palast liegt, zum Ausgang gefahren. Daraufhin sind wir eine Stunde mit dem Bus zum letzten Abendessen gefahren. Es gab die berühmt berüchtigte Peking Ente, aber auch andere chinesische Gerichte . Um 20:00 Uhr sind wir dann Richtung Flughafen gefahren. Gwendolin Koglin

Wir haben eine ganz andere Kultur und liebenswerte Menschen kennenlernen dürfen, haben sehr viel gemeinsam gelacht und unsere kleine Gruppe ist im Laufe der elf Tage zusammen gewachsen.

Es war eine wunderschöne Reise, an die man gerne zurückdenkt.

Hier auch einen Dank an unsere Schule und an die Lehrer, die uns diese ermöglicht haben!

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