Malen wie Rembrandt 2025-2026

Ulrich Endrun hat es erneut gemacht! Er zeigt in diesem Jahr Schüler*innen wie Lehrer*innen, welche Ideen die großen flämischen Meister in ihren Werken umgesetzt haben und welche Technik und welche Materialien sie verwendet haben. Vor allem aber lernen die Teilnehmer*innen Schritt für Schritt so zu malen, wie die großen Meister – und das in einer fast unglaublich kurzen Zeit. 

Hier noch ein paar Anmerkungen zu den Arbeiten, der Arbeitsweise und der Technik: Gearbeitet haben wir in der Tradition der Niederländer und Flamen des 17. Jahrhunderts.
Nachdem wir die Malgründe farbig ( Grau ) grundiert haben ,wurde darauf die Vorzeichnung angefertigt. Die Untermalung erfolgte dann mit Temperafarben. Im Anschluss daran, wurden mit Harzölfarben lasierende Schichten übereinander gelegt, aber immer so, dass der farbige ( graue ) Untergrundton immer mitwirkte und nicht verloren ging. Ich weiß, dass es eine sehr aufwändige und zeitraubende Arbeitsweise ist, den Untergrundton bis ins fertige Bild zu erhalten, da dieser immer mitwirkt und dadurch eine Farbigkeit erzielt wird, die man durch eine reine Primamalerei ( arbeiten auf eine sofortige Fertigwirkung ) ,nicht erreicht.
In Anbetracht, dass das Arbeiten mit diesem Material und seiner speziellen Verwendung für die Teilnehmer/innen völliges „ Neuland „ ist, sind die Arbeiten ausnahmslos sehr gut gelungen, was die Qualität der Bilder auch zeigt !

Bereits in den Vorjahren hat Ulli Endrun Schüler*innen und Lehrkräfte zu Maler*innen gemacht … hier einige Projektfotos aus 2025:

Hier das Update aus dem April 2025:

Dazu schreibt Herr Endrun:  Sinn und Zweck dieser Übung ist die Schulung der Augen – also sehen lernen und nicht bloß hingucken sowie der sachgemäße Umgang mit dem Material.

Herr Endrun schreibt:

Ausgangspunkt der ersten Stunde war der Textauszug aus dem Tagebuch des Malers Ludwig Richters. ( Bild 1 der Bildgalerie).
Obwohl alle Teilnehmer*innen die gleiche Vorlage hatten (“ Knabenkopf “ von Jean Baptiste Greuze ),  waren die qualitativ guten Arbeiten unterschiedlich. Hinzu kam, dass sie mit ihnen bis dahin unbekanntem Material konfrontiert wurden. Sie erlernten die sachgemäße Handhabung und Verwendung der rotbraunen Ölkreide. Das Problem dieser Technik ist, dass man einen Fehler nicht mehr korrigieren kann , wie durch radieren usw. Jeder aufgesetzte Strich ist endgültig und muss “sitzen“.
Bei der zweiten Übung ( Feder ) arbeiteten sie zum ersten Mal mit einem Vollgraphitstift. Hier konnte man nicht mehr so frei arbeiten wie bei dem Knabenkopf, da sie hier durch Begrenzungslinien auch an eine Disziplin gebunden waren, die Linien Anfangs kontinuierlich parallel nebeneinander zu setzen um die Form beizubehalten.
Eines sei noch zum Schluss gesagt : Bei aller Konzentration die die Arbeiten abverlangen, haben wir alle auch eine Menge Spaß dabei.

Ulrich Endrun

Hier Bilder aus dem November 2024:

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