Tagesausflug nach Versailles am 23.08.2014

Ein Kurzbericht von Joana Walther

In Versailles angekommen, liefen wir nach kurzer Zeit schon auf den riesigen, golden leuchtenden Palast zu. Je näher wir dem Schloss des Sonnenkönigs Ludwig XIV. kamen, desto imposanter erschien uns der Bau.
Nachdem wir dann den großen Hof vor den Toren des Schlosses überquert hatten, stellten wir uns am Ende der unglaublich langen Menschschlange an. Erfreulicherweise kamen wir unerwartet schnell voran, und nach kurzer Wartezeit konnten wir den Palast betreten.
Schon auf dem Innenhof war vieles mit Gold verziert, und man wurde fast erdrückt von dem ganzen Prunk.
Wir hatten dann 1½ Stunden Zeit, den Palast auf eigene Faust zu erkunden. Natürlich wollten wir alle einmal in den Spiegelsaal! Der war allerdings gar nicht so leicht zu finden. Im Erdgeschoss war er zwar noch ausgeschildert, doch sobald man in die erste Etage kam, hörte die Beschilderung einfach auf. Es waren unglaublich viele Menschen im Palast, und man konnte kaum ein schönes Bild machen, auf dem nicht auch andere Personen zu sehen waren. Jeder Raum, den wir durchquerten, um zum Spiegelsaal zu gelangen, schien einer bestimmten Person oder zumindest einem Thema gewidmet zu sein.
Da war zum Beispiel Louis‘ Schlafraum, der imposante Deckenbemalungen, ein großes Bett, und viele Verzierungen enthielt; allerdings war dieser Raum in sehr dunklen, tristen Farben gehalten. Hingegen war das Zimmer seiner Gattin, Maria Antionette, Erzherzogin von Österreich und Tochter Maria Theresias, wie das eines sechsjährigen Mädchens gestaltet: es gab nicht nur eine Blümchentapete, auch der Bettbezug, die Vasen, einfach alles war hell und blumig.
Als wir den Spiegelsaal betraten, sahen wir nichts als Menschen und viele, dreckig wirkende Spiegel – insgesamt nicht so imposant, wie er in Geschichtsbüchern und –filmen dargestellt wird. Die ornamentalen Goldfiguren im "Spiegelsaal" und in den beiden benachbarten Räumen, dem "Friedenssal" und dem "Kriegssaal" stellen allegorische Verklärungen der Themen "Krieg" und "Frieden" dar, die der Verherrlichung Frankreichs und der französischen Nation dienen sollten.  Man konnte sich allerdings kaum bewegen, weil um die 200 Menschen auf relativ engem Raum alles bestaunten, was um sie herum war.
Eine weitere Enttäuschung war für uns, dass wir den wunderschönen Schlosspark nicht einmal betreten, geschweige denn erkunden konnten, denn ansonsten wären wir nicht zurück in den Palast und zu unseren Taschen gekommen. Das fanden wir alle wirklich sehr schade.

Schülerinnen und Schüler der Geschichts- und Französischkurse - bewacht von Herrn Küppers!