Schulgottesdienst im Advent

In beeindruckender Weise haben der katholische und der evangelische Religionskurs der Jahrgangsstufe 9 den diesjährigen Adventsgottesdienst gestaltet. Bestens vorbereitet und gut organisiert standen die Schülerinnen und Schüler schon vor 8 Uhr an der Türe der Salvatorkirche, um noch vor dem Eintreffen der mitfeiernden Schüler und Lehrer eine Leseprobe zu machen.

Bei der Suche des Themas waren sich die Schüler im Vorfeld sehr schnell einig: es sollte um Flüchtlinge gehen. Dabei dachten die Jugendlichen direkt in komplexen Zusammenhängen: neben der offensichtlichen Not der Flüchtlinge, die wir hier in Deutschland hautnah erleben, sollten auch die Probleme der Menschen in den Herkunftsländern in den Blick genommen werden. Ebenso wichtig waren die Stichworte Frieden und Gemeinschaft und natürlich das Fest Weihnachten. Mit diesen Grundideen schrieben die Schüler in Eigenregie kursübergreifend zwei sehr unterschiedliche Texte.

Zu Beginn des Gottesdienstes stellten sie in einem kurzen Interview die Gedanken und Probleme von Flüchtlingen, aber auch die der Einheimischen dar. Sie thematisierten neben der allgemeinen Hilfsbereitschaft auch die Sorge, den wachsenden Problemen nicht Herr werden zu können.

In einem zweiten Text stellten zwei Schülerinnen den Bezug zum kommenden Weihnachtsfest in beeindruckender Weise dar: Auch die Heilige Familie war damals, als Maria schwanger war, auf der Flucht. Auch sie waren angewiesen auf fremde Hilfe und Schutz. Die beiden Mädchen zogen den Schluss: bei Maria und Josef ist es nicht beim Stall geblieben, so wird es auch bei den Flüchtlingen nicht bei den Turnhallen bleiben. Weihnachten und Frieden sei möglich, dort, wo Menschen den Anderen sehen.

Diesen Gedanken griff Pfr. Korn auf, indem er herausstellte, dass die heutigen Probleme eine Zumutung seien. Gott mutet uns das zu, ER vertraut darauf, dass wir das – in seinem Geiste und mit seiner Hilfe schaffen können. Die Frage, die Pfr. Korn stellte und die er auch gleich beantwortete war: „Was können wir, was kann ich tun? Frieden im Kleinen schaffen, d.h. ein Lächeln, jemandem die Türe aufhalten, den Anderen sehen etc.“ Auch Pater Hermann stellt deutlich dar, dass Gott sich von uns und unseren Problemen ansprechen lässt, ER ist es, der uns Wege zeigt und uns die Kraft zum Handeln gibt. Die Zuversicht, die Probleme nicht alleine bewältigen zu müssen, spiegelte sich abschließend in den von den Schülern und Schülerinnen formulierten Fürbitten wieder.

Insgesamt war es ein sehr gelungener, stimmungsvoller Gottesdienst. Schüler der Klasse 8 äußerten sich anschließend: es war schön und wir haben schöne Lieder gesungen, nämlich „Stern über Bethlehem“ und „O du fröhliche“.

Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern, Eltern, Kollegen und Kolleginnen ein gesegnetes Weihnachtsfest!

Für die Fachschaft Religion

Caja Steffen