Unser Schüleraustausch mit dem Dominicus College in Nijmegen

April 2016: Besuch aus Nijmegen

Schüler des Dominicus College Nijmegen zu Besuch am LfG

Am 13.04.2016 bekamen die Schüler unserer 9. Klassen Besuch von 80 Schülern und fünf Lehrerinnen und Lehrern des Dominicus College Nijmegen.

Das große eintägige Begegnungsprojekt wurde zu Beginn im Rahmen einer feierlichen Begrüßung in der Landfermann-Aula von Vertretern aus Stadt und Kultur sowie von der Schulleitung des Landfermann-Gymnasiums gewürdigt.

Bezirksbürgermeister Herr Kocalar beschrieb den Rahmen an internationalen Projekten in Schule und Kultur, an denen in den vergangenen Jahren Duisburgs vielfältigen Kontakte und Freundschaften im europäischen und weltweiten Raum anschaulich wurden. [Begrüßungsansprache im Wortlaut ...] 

Herr Tonks von Europe Direct beschrieb kurzweilig mehrsprachig den Bezug des Projekttages zur Städtepartnerschaft Duisburg/Nijmegen, die sich in der Zusammenarbeit berufsbildender Schulen ebenso abbildet wie in Gemeinschaftsprojekten in Kultur, Wirtschaft und Verwaltung. Auch die Schülerbegegnung heute ordnet sich in diesen Zusammenhang der freundlicherweise von der Euregio Rhein-Waal geförderten interregionalen Zusammenarbeit ein (INTERREG V A Mini-Projekt). Die internationale und kulturelle Ausrichtung wurde an Schülerbeiträgen – einem englischen Bild-gestützten Vortrag von Jason Chaumet (9b) und Jack Hull (9b) – ebenso anschaulich wie an den in Niederländisch und Deutsch vollzogenen Erläuterungen des „Gerhard Mercator“ (gegeben von Stadthistoriker und Gästeführer Herrn Roland Wolf) zur Geschichte der Innenstadt Duisburgs, Gerhard Mercators Rolle darin und den Bezügen zum Landfermann-Gymnasium. So manchem Teilnehmer der Veranstaltung dürfte die lange Tradition des Landfermann-Gymnasiums und seine Verwurzelung in der frühneuzeitlichen Geschichte Duisburgs  heute noch einmal lebendig in Erinnerung gerufen worden sein: Im altsprachlichen Gymnasium am Rathaus – Vorgänger-Institution unserer Schule – unterrichtete im 16. Jahrhundert Gerhard Mercator.

Das weitere Tagesprogramm des Begegnungsprojekts ermöglichte es den Jugendlichen, in Unterricht und in einer gemeinsamen, mehrsprachig angelegten Stadt-Rallye schulisches und städtisches Leben kennenzulernen. Es wurde munter auf Englisch und Deutsch kommuniziert – der ein oder andere Gastgeber versuchte sich auch in ersten Brocken Niederländisch, das noch nicht (aber hoffentlich bald) auch am Landfermann-Gymnasium im Sprachenangebot inbegriffen sein wird.

Am Ende eines ereignisreichen Tages verabschiedeten sich die deutschen Schülerinnen und Schüler mit einem kleinen Präsent von den niederländischen Freunden.

Wir danken besonders herzlich unserer Kontakt-Koordinatorin auf niederländischer Seite, Frau Dr. Hadamik vom Dominicus College Nijmegen und allen Kolleginnen und Kollegen des LfG, die durch ihre Unterrichtsprojekte und organisatorischen Stützen das heutige Begegnungsprojekt erst ermöglicht haben! Wir sagen einmal mehr „Danke, liebe Frau und Herr Kowalski!“ für die hervorragende Bewirtung und Versorgung! Wir danken unserem Hausmeister Herrn Strackbein für tatkräftige Unterstützung bis in die Abendstunden hinein – bei der Herrichtung der Aula und dem Empfang der Gäste! Und wir möchten einmal den großartigen Einsatz unserer 9. Klassen und ihrer Klassensprecher/-innen würdigen: Keine Mühe wurde in den vergangenen Wochen und Monaten gescheut, um mit guten Ideen und stillen Vorbereitungen eine reibungslose Organisationsstruktur und eine angenehme Atmosphäre für den Projekttag zu gewährleisten.

„Dank u wel!“ sagt der Niederländer … 

Dorothee Lotz

Bildimpressionen vom Besuch am 14. April 2016:


 

November 2015: Ein vielversprechender Anfang

Dominicus College Nijmegen und das LfG vereinbaren regelmäßige gegenseitige Besuche

Am 16.11.2015 war es endlich soweit: Unsere drei neunten Klassen konnten am frühen Morgen mit sechs Lehrern des Landfermann-Gymnasiums zum Dominicus College in Nijmegen fahren, um dort gleichaltrige Schüler kennenzulernen, niederländischen Schulalltag mitzugestalten und die schöne Innenstadt von Nijmegen gemeinsam auf einer Rallye zu erkunden.

Nach einer sehr herzlichen und humorvollen Begrüßung durch Abteilungsleiter Herrn de Bond geriet für die Schüler in Lern-Tandems und Kleingruppen das erste Kennenlernen sehr kurzweilig: Schnell kamen alle Beteiligten im angeleiteten Austausch zu ihren Namen, ihrem Alter, ihren Hobbies, ihrem Heim und den Unterschieden sowie Gemeinsamkeiten zwischen beiden Schulen und Schulsystemen ins Gespräch, und schnell hörte man aus dem ein oder anderen Klassenraum herzhaftes Lachen schallen. Sehr hilfreich erwiesen sich dabei die anregenden zweisprachigen Materialien, die die niederländische Austausch-Koordinatorin Frau Dr. Hadamik zur Verfügung gestellt hatte. Kekse und Getränke erleichterten so manchen Einstieg in die lockere Runde.
Im weiteren Tagesverlauf wurden die Kontakte auf Orientierungsrunden durchs Schulgebäude vertieft, während sich die deutschen Begleiter mit ihren niederländischen Kollegen aus allen Verwaltungs- und Fachrichtungen bei Frau Krabbenborg, der Rektorin, über mögliche Perspektiven weiterer Kontakte austauschten.
Auch am Nachmittag wurde mit einer Stadt-rallye, die erste Orientierung über Gestalt und Geschichte der Nijmegener Innenstadt bot und von deutsch-niederländisch gemischten Schüler-Kleingruppen bearbeitet wurde, ein anregendes Programm geboten.
Den Abschluss fand der Begegnungstag in einem Empfang aller 90 Duisburger Besucher und ihrer niederländischen Begleiter durch die Beigeordnete und erste stellvertretende Bürgermeisterin Renske Helmer-Englebert sowie Stadtverwaltungsvertreter Henk Peereboom im "Stadhuis". Frau Helmer-Englebert würdigte die lange Planung des Begegnungstages und die Einbindung der Euregio Rhein-Waal in die Grundsteinlegung des Schulkontaktes zwischen dem Dominicus College und dem Landfermann-Gymnasium – auch sie zeichnete die Vision langfristiger, nachhaltiger und spannender Schüler- und Lehrerkontakte zwischen Nijmegen und Duisburg.
In einer sehr lebhaften Runde konnten unsere Duisburger und Nijmegener Schüler kundtun, was sie aus dem Tag an Erfahrungen über Gemeinsamkeiten und Unterschiede, an Wünschen und Hoffnungen für die Zukunft mitnehmen. Beim Abschied waren sich alle einig: Es ist ein wunderschöner Tag gewesen, und hoffentlich war er Auftakt für viele weitere Begegnungen und Projekte ähnlicher Art.
Wir freuen uns nun zunächst einmal sehr auf den Gegenbesuch unserer Nijmegener Freunde vom Dominicus College an unserer Schule – am Mittwoch, den 13. April 2016 wird es soweit sein! Tot ziens!
Dorothee Lotz

Bildimpressionen vom Besuch am 16. November 2015: