Treffen der LfG-Alumni 1970-72 am 13. Juni 2015

Perfekt organisiert von Joachim Dings (Abi 1971), trafen sich etwa 40 Ehemalige der Abi-Jahrgänge 1970-1972 am 13. Juni 2015 – 45, 44 und 43 Jahre nach dem bestandenen Abitur – zu einer Führung durch die Schule. Herr Dings hatte sogar Namensschilder vorbereitet, die sicherlich bei der Wiedererkennung der alten Klassenkameraden hilfreich waren.

Die meisten Alumni brauchten ein wenig Zeit, um die enormen baulichen Veränderungen am Landfermann-Gymnasium nachzuvollziehen. Sie kannten weder den naturwissenschaftlichen "Neubau", noch das architektonische "Meisterwerk" der Siebzigerjahre, unsere "neue" Turnhalle und Aula. Sie suchten vielmehr (vergeblich) nach der alten Aula im Obergeschoss des Altbaus und nach dem Fahrradkeller, der schon vor Jahrzehnten dem Kunstraum U3 zugeschlagen wurde.

Bilder von der alten Schule. Im Foyer vor den Räumen 205 und 206 suchte man (vergeblich) nach Überresten der alten Aula:

Die Ehemaligen zeigten sich verwundert, dass sie die Schule tatsächlich durch das schöne Hauptportal von der Mainstraße aus betreten durften. Dies war den Unter- und Mittelstufenschülern zu ihrer Zeit nicht gestattet. Sie berichteten, dass sie sich vor dem Unterricht und am Ende der Pausen auf dem Schulhof klassenweise aufstellen und auf das Signal eines Lehrers warten mussten, bevor sie – geordnet in Zweierreihen – das Gebäude betreten durften. Sie berichteten aber auch von heute unvorstellbaren Freiheiten für die Oberstufenschüler. Sie durften während der Pausen in ihrem Klassenraum bleiben und dort sogar rauchen.

Die ehemaligen Oberprima-Klassen starteten als Sextaner in Klassenstärken von ca. 42 Schülern. In der Oberprima angekommen, waren es durchschnittlich noch ca. 15-17. Geordnet nach Abi-Jahrgang und Klassen posierten die Anwesenden für neue "Klassenfotos":

Die Alumni erzählten besonders lebhaft von den vielen Streichen, die sie ihren Lehrern gespielt hatten. Und von den Strafen, die dann anstanden. Körperliche Züchtigung? Natürlich! Und wenn sie dies den Eltern erzählten, dann erhielten sie vom Vater zusätzliche Backpfeifen, weil ungeprüft feststand, dass die Strafe sicherlich berechtigt war.
Zum Schüler-Lehrer-Verhältnis befragt: "Wir hatten nicht nur Respekt, wir hatten Angst vor den Lehrern!"

Zum Abschluss des Rundgangs durch die Schule versammelten sich die Ehemaligen vor dem Mahnmal für die Toten der Schule auf dem Schulhof. 21 der insgesamt 119 Abiturienten der Jahrgänge 1970-72 sind bereits verstorben. Pfarrer Traugott Weber (Abi 1970) verlas ihre Namen. Die Anwesenden verharrten anschließend in stillem Gedenken an ihre verstorbenen Klassenkameraden.

Am Abend trafen sich die Ehemaligen im Duisserner "Fahrenholz" zu Speis und Trank – und zum weiteren Austausch von Erinnerungen an eine Schulzeit am Landfermann-Gymnasium, die – so der Eindruck des Berichterstatters – alle Alumni entscheidend geprägt hat.

Memento mori ...

Eine traurige Nachricht

Dr. Klaus Spaether (OIa 1971) hat den Nachmittag und Abend trotz seiner sichtbaren Erkrankung genossen. Er war mit vielen Klassenkameraden und seinem ehemaligen Lehrer, Karl Dungs, gut und lange im Gespräch, hat ausgehalten bis nach Mitternacht. Ulrich Ziegon hat ihn dann zum Hotel gebracht und dort noch eine weitere Stunde mit ihm gesprochen. Am nächsten Mittag traf Traugott Weber ihn zufällig am Bahnhof, wo Klaus Spaether noch Blumen besorgte, um seine Tante in Neudorf zu besuchen. Dort ging er auf den Balkon, während die 93-jährige Tante Kaffee kochte, und brach tot zusammen.

Wir werden Klaus Spaether nicht vergessen!