Junge Forscher

Dieser Kurs richtet sich an naturwissenschaftlich interessierte neugierige Kinder, die ihren Eltern schon immer mit "...wie geht denn das...?" Löcher in den Bauch gefragt haben.

Das Prinzip des Kurses ist es, Schüler in einfachen Experimenten an wissenschaftliches Arbeiten heranzuführen. Die Kinder erlernen so die wissenschaftliche Herangehensweise bei die Erforschung von natürlichen und technischen Phänomenen.

Im Wasserprojekt z.B. wird mit Hilfe verschiedener Versuche (schwimmende Büroklammer, Wasser "läuft" bergauf usw.) die Oberflächenspannung des Wassers nicht nur im Experiment festgestellt, sondern komplett (!) aufgeklärt: Wassermoleküle sind elektrische Dipole, die mit elektrischen Kräften aneinander binden können. (Die Schüler kennen bereits die elektrische Anziehung zwischen positiven und negativen elektrischen Ladungen aus der Physik). Ebenso erfahren die Schüler - z.B. in dem kleinen Wettbewerb "Das Seifenbootrennen"-, dass man dieses Zusammenhalten der Wassermoleküle mit Seife zerstören kann und lernen etwas über den dazugehörigen Mechanismus.

Ein chemisches Projekt mit dem Titel: "Zucker oder Zyankali?" beschäftigt sich damit, wie man mit einfachen Mitteln (Wasserlöslichkeit, Verhalten gegenüber Hitze etc.) Eigenschaften verschiedener weißer Pulver (natürlich ohne Zyankali) analysieren und mit etwas Hilfe sogar herausbekommen kann, um welche Substanz es sich handelt.

Im Projekt "Bewegung in Natur und Technik" werden Bewegungsformen auf dem Land, in der Luft und am Boden sowie die Messung dieser Bewegungen erarbeitet. So lernen die Kinder z.B. nach dem Beobachten des Vogelflugs im Wettbewerb: Wer baut den besten Geradeausflieger oder den besten Gleitflieger (s. Fotos) das Prinzip des Auftriebs genau kennen. Auch die Nachahmung einiger klassischen Experimente (was fällt schneller zu Boden: eine Styroporkugel oder die gleichgroße Holz- oder Eisenkugel...) mit der entsprechenden Analyse der Phänomene dürfen hier nicht fehlen.

Weitere Teilprojekte wie: Wir "messen" Wetter und Klima oder "Energie für die Welt" sind ebenfalls möglich.
 
Dr. Kirch

Experimentierausstellung “Ist das möglich” im LVR-Museum

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Ein von einer Schrottpresse auf einen Kubikmeter zusammengequetschtes Auto steht auf vier leeren Katzenfutterdosen. Ist das möglich? Ja, das erste Anschauungsobjekt der gleichnamigen Experimentierausstellung beweist es: Durch Profilierung wird die Stabilität der Dosen enorm erhöht...

Auf solche und viele andere Phänomene hatten sich alle gefreut: Ein spannender Ausflug unseres Neigungskurses “Junge Forscher” nach Solingen zum LVR-Industriemuseum in der Gesenkschmiede Hendrichs, wo wir die Mitmach-Ausstellung “Ist das möglich?” besuchten.

Hier konnten sich unsere Jungen Forscher nach kurzer Einführung seitens der Betreuer und der Verteilung zahlreicher zusätzlicher Experimentier-Materialien so richtig forschend austoben. Bei "Ist das möglich?" dreht sich alles um Materialien. Im Mittelpunkt stehen jüngste Innovationen der Materialwissenschaft aber auch schon länger bekannte Phänomene, bei denen sich alle fragen: Ist das wirklich möglich?

Dies konnten unsere Jungen Forscher experimentell-interaktiv selbst herausfinden. Mit faszinierenden Geschichten rund um Rekorde waren die Experimente jeweils in einen größeren Kontext eingebettet. Da unsere Jungen Forscher auch nach zweieinhalb Stunden noch weiterexperimentieren wollten, wurde die Veranstaltung von den ob dieser Ausdauer erstaunten LVR-Betreuern noch etwas verlängert, ehe das an den Experimentier- und Infostationen auch mit Hilfe der Betreuer und der Lehrer erworbene Wissen in einem großen Abschlussquiz getestet wurde. Im Charakter einer TV-Show gab es ein interaktives Quiz mit Buzzern, von einem Showmaster moderiert. So konnte der junge Forschergeist unserer Kinder nochmal richtig aufblühen.
Natürlich erhielt die Siegertruppe von uns (Lehrern) zum Schluss auch einige “leckere” Preise, die diese in echter Forscherteam-Manier mit allen teilte...

Nach einigen Stunden machten wir uns auf den Heimweg, auf dem noch begeistert diskutiert wurde