Das Konzept

Das Konzept der Streitschlichtung entspricht dem Leitbild unserer Schule. Es knüpft an unser Schulprogramm und den Erziehungsauftrag des neuen Schulgesetzes (§ 2, Absatz 2) an. Im Folgenden wird das Konzept vorgestellt.

Die zum Konzept gehörenden Informationen zur Idee, zur Zielsetzung und zur konkreten Durchführung der Streitschlichtung und der Streitschlichterausbildung am LfG werden im Rahmen der Punkte "Unsere Streitschlichterinnen und Streitschlichter", "Wann und Wo?" und "Ausbildung zur Streitschlichterin/zum Streitschlichter" differenziert erläutert.

 

Leitbild und Streitschlichtungskonzept

Wir erkennen Interessen, wir fördern Talente, wir motivieren zu Leistung.

Offen für Anregungen und Kooperationen mit Wissenschaft und Technik, Gesellschaft und Wirtschaft ermöglichen wir individuelle Lernwege.

Wir entwickeln  Selbstvertrauen, Freude und Interesse an Wissen, Lernen und Leistung.           

Streitschlichtungskonzept:
Die Streitschlichtung stärkt das Selbstwertgefühl unserer Schülerinnen und Schüler. Schülerinnen und Schüler, die lernen ihren Streit selbstständig zu lösen, entwickeln in hohem Maße Selbstvertrauen. Schülerinnen und Schülern, die das Interesse und das Talent haben, andere bei diesem Prozess zu begleiten, ermöglicht das LfG, Prinzipien der Mediation kennenzulernen und im Rahmen der Streitschlichterausbildung einzuüben.

 

Wir bauen auf 450 Jahren Bildung.

Humanistische Ideale  verstehen wir als Grundlage persönlicher Entwicklung in Bildung und Erziehung.

Wir lernen und leben eigenständiges, respektvolles und verantwortungsbewusstes Handeln in der Gemeinschaft.

Streitschlichtungskonzept:
Im Sinne der humanistischen Bildung wird die Ganzheitlichkeit von Erziehung und Bildung berücksichtigt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Möglichkeit, aktiv Verantwortung füreinander zu übernehmen. Schülerinnen und Schüler der Jgst. 8 bis 12 bieten Schülerinnen und Schülern ihrer Schule an, Streit zu schlichten und den Ursachen für Streitigkeiten auf den Grund zu gehen. Sie  moderieren - gemäß der Idee der Mediation - den Konfliktlösungsprozess.

 

Wir leben Europa.

Als Europaschule fördern wir den europäischen Gedanken mit vielen Fremdsprachen, internationalen Projekten und Auslandsaufenthalten.

Wir sind als mündige Europäer überzeugt, dass dem Weltoffenen die Welt offen steht.

Streitschlichtungskonzept:
Wer bereit ist, Streit zu schlichten und zu lösen im gegenseitigen Verständnis füreinander, ohne dass es Verlierer gibt, lernt den Bedürfnissen anderer offen zu begegnen.

 

Wir sind eine lernende Schule.

Eingedenk der Tradition, der Gegenwart und der zukünftigen Chancen und Risiken  entwickeln wir uns im Bewusstsein der gemeinsamen Verantwortung für unsere Zukunft.

Wir gestalten als freie, selbstständige und gebildete Persönlichkeiten Gegenwart und Zukunft.

Streitschlichtungskonzept:
Die Ausbildung zur Streitschlichterin/zum Streitschlichter schult für das Miteinander in unserer Gesellschaft als auch für Studium und Beruf zentrale Kompetenzen, wie Teamfähigkeit, Kompromissbereitschaft, konfliktfreie Artikulation eigener Interessen und die Fähigkeit selbstständig Konflikte zu lösen.

 

Schulprogramm und Streitschlichtungskonzept:

Weitergehend unterstützen die Angebote der Streitschlichtung und der Streitschlichterausbildung die im Schulprogramm verankerte Werteerziehung (vgl. Kap. 2 "Umgang miteinander: Erziehungsziele und -werte am Landfermann-Gymnasium") unserer Schülerinnen und Schüler:

 

"Hauptanliegen der Erziehung in der Schule ist die Frage nach
Sinnbezügen menschlichen Erkennens und Handelns und deren
Orientierung an Werten." (Präambel)

So wird insbesondere die Fähigkeit zur Übernahme sozialer Verantwortung geschult und auf diese Weise die individuelle Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler gestärkt.

Die Schülerinnen und Schüler, die das Angebot der Streitschlichtung nutzen, lernen Konflikte miteinander selbstständig und fair zu lösen, indem sie die Probleme, die ihren Streit auslösen, verbalisieren, einander zuhören und Verständnis füreinander entwickeln.

Die zu Streitschlichterinnen und Streitschlichtern ausgebildeten Schülerinnen und Schüler erwerben Kompetenzen, wie Eigenverantwortlichkeit, Empathiefähigkeit,

Vorurteile zu erkennen und abzubauen, Konflikte konstruktiv zu lösen, das aktive Zuhören.

 

Schulgesetz und Streitschlichtungskonzept:

Auf diese Weise orientiert sich die Streitschlichtung am LfG am Erziehungsauftrag der Schule, der im neuen Schulgesetz (§2, Absatz 2) verankert ist:

"... Achtung vor der Würde des Menschen und Bereitschaft
zum sozialen Handeln zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung.
Die Jugend soll erzogen werden im Geist der Menschlichkeit, der
Demokratie und der Freiheit, zur Duldsamkeit und zur Achtung vor der
Überzeugung des anderen ... und zur Friedensgesinnung."

 

Die Streitschlichtung am LfG orientiert sich am Bensberger-Mediations-Modell, das seit Beginn der 90-er Jahre an Schulen implementiert wird.

 

Evaluationen finden im Anschluss an die Ausbildung statt.

Link zum Bensberger-Mediations-Modell (BMM):

http://www.tma-bensberg.de/?oid=366