Exkursion des Physik-LK zur Universität Duisburg-Essen

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Am 4.11. besuchten die Schüler des Physik-Leistungskurses der Klasse 12 mit Herrn Höppner die Arbeitsgruppe Halbleiterphysik an der Universität Duisburg-Essen. Professor Lorke, der Leiter der Arbeitsgruppe, wies in seinem einleitenden Vortrag auf die große Bedeutung der Festkörperphysik hin. Schon für das Verständnis alltäglicher Phänomene ist die Festkörper¬physik wichtig: Warum ist z.B. Glas durchsichtig, eine Metallplatte aber nicht? Viele Geräte, die heute zu unserem Alltag gehören, wie Computer, Smartphones oder Leuchtdioden, wären ohne die Erforschung der Eigenschaften von Festkörpern und Halbleitern nie möglich gewesen.

  
Nach diesem Vortrag besuchten die Schüler verschiedene Labore der Arbeitsgruppe. In einem Labor erklärten zwei Doktorandinnen, wie sie die Energieniveaus von Quantenpunkten vermessen. Für diese Versuche braucht man viel flüssigen Stickstoff. Die Doktorandin zeigte den verblüfften Schülern, wie man mit diesem flüssigen Stickstoff einen Luftballon auf ein Zehntel seiner Größe schrumpfen lassen kann. 
Danach ging es in das Reinraumlabor. Hier werden Computerchips hergestellt, indem nach und nach verschiedene Schichten auf einen Siliziumkristall aufgetragen werden. Dazu muss die Luft im Labor absolut sauber und staubfrei sein. Deshalb kann man das Labor nur durch eine Schleuse betreten. Vor dem Betreten des Labors mussten die Schüler Schutzkleidung anlegen, damit keine Haare und Hautschuppen in das Labor eingebracht werden. 
Die letzte Station war der Keller eines Institutsgebäudes, wo ein Transmissionselektronen-Mikroskop in einer großen Halle steht. Mit diesem Gerät kann man dünne Materialproben untersuchen. Die Vergrößerung ist so extrem, dass man sogar einzelne Atome erkennen kann. Gleichzeitig stören aber schon kleinste Erschütterungen die Aufnahme. Daher steht das Mikroskop auf einer riesigen Betonplatte, die keine direkte Verbindung zum Rest des Gebäudes hat. 
Vielleicht hat der Besuch die Schüler ja motiviert, sich näher mit Festkörperphysik zu beschäftigen, oder nach dem Abitur an der Universität Duisburg-Essen mit dem Physikstudium zu beginnen!