Latein am LfG - ab Klasse 5 oder 6

Am Landfermann-Gymnasium ist es möglich, Latein ab Klasse 5 oder 6 zu lernen.
Auf dieser Seite haben wir einige Informationen dazu zusammengestellt, was für die Wahl dieses Faches sprechen könnte. Zunächst stellen wir einen Schüler vor, dessen „Profil“ gut zum Fach Latein passt:
 
 

Wichtig: Wie Sie sehen, gibt es recht unterschiedliche Interessen und Neigungen, die ein Hinweis darauf sein könnten, dass dem Schüler oder der Schülerin das Fach Latein liegen wird. Und nicht alle müssen bei Ihrem Kind unbedingt vorliegen, damit es in dem Fach erfolgreich, zufrieden und mit Gewinn mitarbeiten kann. Sehen Sie unseren "Profil-Schüler" als Anregung und Hilfe, nicht als Katalog zum Abhaken von Ausschlusskriterien!

 

Nun zu den Zielen des Lateinunterrichts. Was soll erreicht werden?

1. Modell von Sprache: am Beispiel Lateinerkennen, wie Sprache überhaupt „funktioniert"
2. Historische Kommunikation: sich mit einer anderen (fernen) Welt auseinandersetzen
    (Sprache<Denken<Leben in der Antike)
 
 

Die Arbeitsweise im Lateinunterricht unterscheidet sich sehr von derjenigen in den modernen Fremdsprachen wie Englisch oder Französisch:

Mikroskopisches Lesen bedeutet, dass bewusst langsam und genau vorgegangen wird, um zu einer korrekten Übersetzung zu kommen. Es wird also z.B. zunächst jede Wortendung präzise analysiert, um Klarheit über den grammatischen Aufbau eines Satzes herzustellen, bevor dieser übersetzt und der Text schließlich interpretiert wird.

Diese Arbeitsweise zeichnet den Lateinunterricht aus und bildet einen wichtigen Schwerpunkt. Auf dem Weg dahin kommen selbstverständlich von Anfang an stets vielfältige und abwechslungsreiche Methoden von der Bildbetrachtung bis zu gestalterischen und Bewegungs-Elementen bei allen Themenschwerpunkten und Erarbeitungsschritten zum Einsatz, wie man sie aus dem Lateinunterricht unserer Elterngeneration und vielleicht unseren eigenen Unterrichtserfahrung im Fach Latein noch nicht gewohnt war.

Schließlich nimmt auch das Training gegenseitigen Lehrens und Korrigierens, und somit das Erlernen einer angemessenen Metakommunikation über Sprache einen wichtigen Raum im Unterricht ein. Diese Kompetenz ist von hoher Relevanz über den Rahmen des Faches Latein hinaus.

 

 

 

 

Für viele, die bestimmte Fächer studieren wollen, ist es wichtig, das sogenannte Latinum zu erhalten.

Man bekommt es unter folgenden Bedingungen:

- Teilnahme am Lateinunterricht von Klasse 5 bis 9 bzw. von Klasse 6 bis 10
- Abschlussnote (Zeugnis)mindestens vier

 

 

Doch Latein hat noch mehr Vorteile für alle Lernenden des Faches zu bieten:

- leichterer Zugang zu Fachsprachen (Fremdwörter)
- leichteres Vokabellernen in modernen Fremdsprachen
- Verbesserung der deutschen Grammatikkenntnisse
- Training der muttersprachlichen Ausdrucksfähigkeit
- Bewusstsein der Verwurzelung Europas in der griechisch-römischen Antike

 

Dr. Rainer Schmitt
Stand: 28.02.2016