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Griechisch am LfG

Griechisch wird am Landfermann-Gymnasium als zusätzliches Wahlfach im Wahlpflichtbereich II angeboten und kann in der Oberstufe als regulärer Kurs und als Abiturfach gewählt werden. Es handelt sich dabei um das attische Altgriechisch, also die Sprache des antiken Athen. Das Fach Griechisch ist ein wichtiges Element unserer humanistischen Tradition und wird in großem Umkreis nur noch am LfG unterrichtet.

Das klassische Griechisch wird zwar heute nicht mehr als Verkehrssprache genutzt, jedoch lebt es als Grundbaustein vieler moderner Sprachen weiter. Der Anteil griechischer Fremd- und Fachwörter im Deutschen wie auch in Schulfremdsprachen wie Englisch oder Spanisch ist beträchtlich. Besonders große Verwandtschaften auch struktureller Natur bestehen zum Lateinischen.

Am Anfang steht das Tutorium

Wer sich für das Fach Griechisch entscheidet, nimmt am Ende der Jahrgangsstufe 7 an einem Vorkurs teil, in dem die griechische Schrift und die sprachlichen Grundlagen vermittelt werden. Dieser setzt sich zusammen aus einer Wochenstunde gemeinsamem Lernen mit dem zukünftigen Kurs, das durch einen Fachlehrer betreut wird, und aus dem Tutorium, einer Wochenstunde Einzelbetreuung durch einen älteren Schüler, der außerdem jederzeit für Fragen und Hilfe zur Verfügung steht. Durch den Vorkurs wird erreicht, dass alle Schüler zu Beginn der achten Klasse auf dem gleichen Stand sind und eventuelle Schwierigkeiten insbesondere mit der Schrift bereits behoben sind.

Unser Lehrbuch: Der ΚΑΙΡΟΣ
Der systematische Spracherwerb erfolgt mit dem Lehrwerk "ΚΑΙΡΟΣ" (ὁ καιρός = die Chance, der Günstige Augenblick)aus dem C.C.Buchner-Verlag. Dieses enthält 50 Lektionen, die jeweils aus einem Einführungstext zum Kennenlernen neuer grammatischer Phänomene, einem Übersetzungsstück, Hintergrundinformationen zum antiken Kontext sowie Übungen zu grammatischen Strukturen und Vokabeln bestehen. Jeweils mehrere Lektionen sind zu einem Abschnitt zusammengefasst, der einer Region des antiken Griechenland zugeordnet und thematisch entsprechend ausgerichtet ist. Im hinteren Teil des Buches befinden sich Seiten zu Wortschatz und Grammatik aller Lektionen. Die Vokabeln sind dabei in lerngerechte Portionen von zehn bis zwölf Wörtern aufgeteilt und mit Merkhilfen sowie Verknüpfungen zu anderen Sprachen versehen. Außerdem gibt es zu jeder Lektion ein Vertiefungsstück zur Anwendung und Wiederholung von Grammatik und Vokabeln.
 
Der Unterricht
Im Griechischunterricht werden grammatische Neuheiten gemeinsam erläutert und erprobt. Beim gemeinsamen Übersetzen wird zunächst die richtige Technik des mikroskopischen Lesens vermittelt, um das Übersetzen von Anfang an auf eine sichere Basis zu stellen. In Partner- und Einzelarbeitsphasen können die Schüler ihre Fähigkeiten auf die Probe stellen. Das Lernen von Grammatik und Vokabeln sowie das Erledigen schriftlicher Hausaufgaben sind für den Lernerfolg unerlässlich.
Das Erlernte wird in zwei Klassenarbeiten pro Halbjahr abgefragt. Darin muss jeweils ein Text ins Deutsche übersetzt werden, zu dem im Anschluss inhaltliche und interpretative Fragen gestellt werden. Außerdem werden Aufgaben zur Grammatik gestellt.
 
Das Ziel: Lektürearbeit
Nach Abschluss des systematischen Spracherwerbs in der Mitte des dritten Lernjahrs widmet sich derGriechischunterricht der Lektüre von Originalliteratur.
Begonnen wird im Bereich der Philosophie mit Abschnitten aus Platons Dialog Phaidon, die sich mit dem Verhältnis von Körper und Seele sowie mit dem Todesverständnis beschäftigen.
Die Geschichtsschreibung ist mit den Historien des Herodot vertreten, wobei der Schwerpunkt auf Textstellen liegt, die den Konflikt zwischen westlicher und östlicher Welt, zwischen Griechen und Persern, schildern.
Im Anschluss wird mit Homers Odyssee ein Epos behandelt. Übersetzt wird unter anderem der Besuch des Odysseus in der Unterwelt und seine Konversationen mit zentralen Persönlichkeiten der Mythologie.
Als letztes wird eine attische Tragödie gelesen, die Medea des Euripides, der zu den Großen Drei der Tragödiendichtung gezählt wird. In der Medea werden Konflikte als Resultat von Migration sowie die zweifelhafte Rolle der Frau thematisiert.
 
Der Abschluss
Am Ende der Jahrgangsstufe 11 erhält jeder Griechischschüler bei mindestens ausreichenden Leistungen das Graecum, das, analog zum Latinum, sichere Kenntnisse der griechischen Sprache und Literatur bescheinigt.
 

Niklas Wiskandt

Stand: 26. 03. 2014