Geschichte – Was ist das eigentlich aus Schülersicht?

LfG-Schüler und Schülerinnen über das Fach Geschichte

Geschichte – Was ist das eigentlich für ein Schulfach?

Das Fach Geschichte gehört zu den sogenannten Gesellschaftswissenschaften, wie auch zum Beispiel Politik, Erdkunde oder Erziehungswissenschaften.  In diesen Fächern wird vor allem gelernt, wie Menschen zusammenleben und ihr Zusammenleben regeln oder gestalten. Dies tun sie vor dem Hintergrund der äußeren Bedingungen, die sie in der Welt vorfinden, aber auch der Bedingungen, die sie selbst schaffen.

Was trägt nun Geschichte zu diesen Erkenntnissen bei?

Geschichte beschäftigt sich mit der Menschheitsgeschichte. In diesem Fach denken wir nach, wie Menschen lebten, was sie im Laufe der Zeit daran veränderten, warum sie dies möglicherweise taten und vor allem, was das für uns heute bedeuten könnte.
Der Mensch ist aber auch ein Wesen, das nach seinen Ursprüngen sucht: Woher komme ich? Was macht mich aus? 
Für die Beantwortung dieser Fragen spielen meine Umgebung und  meine nächsten Menschen, die mich zunächst geprägt und beeinflusst haben, eine besondere Rolle. Weiterhin geben die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen den Spielraum vor, in dem ich mich bewegen kann.
Der Mensch befindet sich also Zeit seines Lebens in 'Gesellschaft', selbst wenn er bewusst auf Distanz zu ihr geht. Aber auch dann bleibt er geprägt sowohl von individuellen als auch von kollektiven Erfahrungen.
So gehört zum Fach Geschichte auch, an bestimmte Ereignisse und Vorkommnisse der Menschheitsgeschichte zu erinnern, an denen wir viel über uns selbst aber auch über andere lernen. Denn historische = geschichtliche Ereignisse liegen häufig sehr weit zurück und erscheinen uns seltsam fremd, weil Menschen unter ganz anderen Voraussetzungen und mit völlig anderen Wertmaßstäben gehandelt haben, wie es uns heute unmöglich erscheint zu handeln.
Zusammengefasst formuliert bedeutet Geschichte „aus der Vergangenheit zu lernen, um die Gegenwart zu verstehen und damit auch Zukunft zu gestalten.“ 

Geschichte – Und wie lernt man das?

Geschichte lernt man, indem man Fragen an die Geschichte stellt, denn nur aus einer Fragehaltung heraus kann uns die Geschichte Antworten für unser Leben liefern. Grundsätzlich funktioniert Lernen immer so, dass wir aus der Vergangenheit auf zukünftige Handlungsweisen schließen und uns danach in unserem Handeln richten, denn nur über Vergangenes können wir nachdenken und daraus Zukünftiges entwickeln. In der Vergangenheit finden wir jeweils Antworten auf die Fragen, die uns in der Gegenwart beschäftigen, also unser aktuelles Handeln bestimmen.

Im Unterricht wird Geschichte nicht vor allem ‘erzählt‘, obwohl Geschichten zum Fach Geschichte gehören, sondern wir versuchen auf Grund von verschiedenen Quellen und anderen überlieferten Zeugnissen von Menschen vergangenes Leben zu verstehen und zu deuten. Dafür gilt es bestimmte Methoden der Analyse und auch der Darstellung zu erlernen.

Wie ist das nun mit dem Lernen (Fakten, Fakten, Fakten)?

Sicher, ganz ohne geht es nicht.

Aber eben nicht im Sinne der Anhäufung „toten Wissens“, sondern mit der Zielsetzung, dass die Quantität des Gelernten früher oder später in die Qualität des Begriffenen umschlägt.