Informationen zum Fach Deutsch

 

Jugend liest (vor)

     Jugend schreibt

          Jugend debattiert

 

DEUTSCH AM LANDFERMANN-GYMNASIUM

Dass dem Fach Deutsch innerhalb des schulischen Fächerkanons eine Schlüsselrolle zukommt, darüber dürfte weitgehend Konsens bestehen.

Lehrt und trainiert dieses Fach doch nicht nur die grundlegenden Kulturtechniken des Lesens und Schreibens, sondern führt auch hin zum reflektierten Umgang mit Sprache in unterschiedlichen Kommunikationszusammenhängen. Es macht Bedingungsfaktoren scheiternder und gelingender Kommunikation bewusst und befähigt die Schüler und Schülerinnen, differenzierte Sprachrollen einzunehmen.

Lesebereitschaft und Lesevergnügen werden gefördert durch den Vorlesewettbewerb in der Jahrgangsstufe 6, darüber hinaus die Erkenntnis, dass auch sinnerschließendes Vorlesen einen Akt sprachlicher Kreativität darstellt.

Durch den Einblick in das Informationssystem Zeitung ( im Rahmen des ZEUS-Projekts ) gewinnen die Schüler Sicherheit im Umgang mit informativen und appellativen Textformaten und erwerben die Fähigkeit zu kritischer Distanz gegenüber der Sprache der Medien.

In der Jahrgangsstufe 9 wird in Vorbereitung auf die Veranstaltung „Jugend debattiert“ die Fähigkeit zu sprachlicher Präzision und disziplinierter Argumentation geschult ( gemäß den Regeln einer Debatte ).

Ein zweitägiges Methodenseminar in der Jahrgangsstufe 10 erweitert die Kompetenz der Texterschließung sowie der sach- und adressatenbezogenen Präsentation.

Können Lesebereitschaft und Lesevergnügen als Grundanliegen des Deutschunterrichts überhaupt gelten, so geht es in der Sekundarstufe II verstärkt um die Auseinandersetzung mit Literatur in ihren unterschiedlichen historischen und gesellschaftlichen Bezügen. Literatur, die sich einem spontanen Zugang oft verschließt, „die gewohnten Schemata der Erfahrung angreift und verändert“, dem Leser „die Sicherheit seiner Vorurteile und gewohnten Handlungsweisen nimmt.“ Literatur also, die es dem Leser ermöglicht, „fremde Verhaltens- und Denkweisen in seinen Erfahrungsspielraum mit einzubeziehen , also weniger borniert zu sein und in bezug auf den gesellschaftlichen Zusammenhang weniger normenkonform.“ ( Dieter Wellershoff: Literatur und Veränderung. Köln und Berlin 1969, S. 21 – 23 )